Programmierer ohne Vibecoding sind die Schachspieler von 1997 – sie haben nur noch nicht gemerkt, dass sie verloren haben
1997 schlug Deep Blue Kasparow. Heute schlägt das LLM 90% aller Programmierer – wer nicht vibecodet, verliert den Anschluss. Eine provokante Abrechnung.
Elon Musk sagt, LLMs sind bereits besser als 90% aller Programmierer. Die verbleibende Frage ist nur: Wer gehört zu den 90% – und merkt es nicht?
Lassen Sie uns einen Moment ehrlich sein. Ehrlich auf die unbequeme Art.
1997 schlug Deep Blue den Schachweltmeister Garri Kasparow. Die Schachwelt war entsetzt – aber viele sagten: „Okay, im Schach. Aber sonst nirgends." Heute, knapp 30 Jahre später, schlägt jede 50-Euro-Engine auf dem Handy jeden lebenden Großmeister. Mit links. Ohne sich anzustrengen.
Mit dem Programmieren läuft gerade exakt dasselbe ab. Nur schneller.
Die 90%-Rechnung
Elon Musk hat es unlängst auf den Punkt gebracht: LLMs sind inzwischen besser als die große Mehrheit aller Programmierer – jenseits der 90%. Denken wir diese Zahl einen Moment zu Ende:
Wenn das Modell 90% besser ist als du – dann bedeutet „dem Code einfach vertrauen und ausliefern" im Umkehrschluss: Du bist 90% besser, als wenn du es selbst tippst. Das ist der Punkt, den die Skeptiker nicht verstehen wollen. Die Messlatte ist nicht mehr „perfekter handgeschriebener Code". Die Messlatte ist: Wer liefert das bessere Ergebnis in kürzerer Zeit?
Und der entscheidende Unterschied zu Schach: Beim Programmieren gewinnt nicht der mit dem eleganteren Zug. Es gewinnt der, dessen Projekt läuft.
Schneller war der Computer schon immer
Beim Schach war der Computer erst schneller, dann besser. Beim Coden ist die Reihenfolge dieselbe – nur dass die Phase „nur schneller" schon lange vorbei ist.
- Ein Senior-Entwickler braucht für ein sauberes internes Tool: Tage.
- Ich vibecode mir ein Laser-Gravur-Programm, das seinen Zweck erfüllt: zwei Stunden.
Das ist keine Übertreibung, das ist mein Alltag. Wer heute noch jede Zeile selbst tippt, ist wie ein Schachspieler, der gegen die Engine antritt und stolz darauf ist, dass er „wenigstens selbst rechnet". Bewundernswert. Und chancenlos.
Die harte Wahrheit für Traditionalisten
Und jetzt wird es provokant – aber es muss gesagt werden:
Wer sich dem Vibecoding verweigert, wird nicht auf einem Niveau bleiben. Er wird weiter zurückfallen. Jede Woche.
Die Modelle werden monatlich besser. Der Abstand zwischen „KI-gestützt entwickeln" und „klassisch entwickeln" wächst exponentiell. Der klassische Programmierer steht still – die Modelle rennen. Rechnen Sie selbst aus, wo dieser Abstand in zwei Jahren ist.
Das ist keine Frage von Überzeugung oder handwerklichem Stolz mehr. Es ist eine schlichte Marktfrage: Wer gute Projekte schnell liefern will, muss vibecoden. Alle anderen haben keine Chance mitzuhalten. Kunden bezahlen für Ergebnisse und Geschwindigkeit – nicht für handgetippten Code.
„Aber man muss den Code doch testen!"
Der häufigste Einwand: Ohne Prüfung ist Vibecoding gefährlich. Richtig – und genau deshalb teste ich. Testen, Anforderungen definieren, Qualität beurteilen: Das ist der neue Job des Entwicklers. Nicht mehr das Tippen, sondern das Dirigieren.
Der Schachgroßmeister von heute spielt nicht mehr gegen die Engine. Er trainiert mit ihr – und wird dadurch besser, als es irgendein Mensch vor ihm je war. Genauso arbeitet der moderne Entwickler: KI schreibt, Mensch prüft, Ergebnis rockt.
Was das für kleine Betriebe heißt
Für Unternehmen ist das die beste Nachricht seit der Erfindung des Internets: Software, die früher fünfstellige Budgets und monatelange Entwicklungszeiten erforderte, entsteht heute in Stunden. Webseiten, Web-Apps, interne Tools, eigene KI-Agenten.
Und für die Entwickler, die es begriffen haben? Es ist ein Goldrausch. Für die anderen nur ein Hinweis: Die Engine wartet nicht.
Ich liefere Projekte, statt Zeilen zu zählen. Neugierig, was Vibecoding für deinen Betrieb bedeutet? Schreib mir – 2tiptop baut, was funktioniert.